Wenn Sie als Besitzer
in den Rennsport einsteigen möchten, brauchen Sie normalerweise einen Trainer,
der das Pferd für Sie betreut, trainiert und evtl. auch im Rennen fährt. Trainer Auf
fast allen Rennbahnen sind Trainer mit ihren Ställen ansässig, viele
Trainer haben aber inzwischen eigene Ranches im Umland mit eigener Trainingsbahn,
wo die Pferde auch viel Weideauslauf erhalten und fernab des Rennbahnstresses
vorbereitet werden können.
Ob Sie sich für einen Trainer auf der
Bahn oder einer Ranch entscheiden, hängt von vielen Faktoren ab. Vor allem
sollte ein Vertrauensverhältnis zwischen dem Trainer und Ihnen als Besitzer
bestehen, da Sie als Neueinsteiger auf den Rat des Experten angewiesen sind. Auch
die Entscheidung, ob Sie zu einem "großen" Trainer mit vielen
Pferden und Angestellten gehen, dessen Namen Sie entsprechend weit oben in der
Statistik finden, oder zu einem "kleinen" Trainer, der sich um alle
Pferde selbst kümmert, hängt von Ihren persönlichen Präferenzen
ab. Auch vom jeweiligen Pferd hängt es ab, ob Sie den optimalen Trainer
gefunden haben. Sind die Trainingsmethoden und die Umgebung für das eine
Pferd perfekt, kann es für das andere schon wieder genau verkehrt sein. Hier
ist Fingerspitzengefühl und ein offener Umgang gefragt, um optimale Ergebnisse
erzielen zu können. Trainer nennen darf sich nur, wer die Ausbildung
zum Pferdewirt Schwerpunkt Trabrennfahren erfolgreich absolviert hat, als Berufsfahrer
aktiv war und dann die Trainerprüfung (Meisterprüfung) bestanden hat.
Der Trainer erhält neben dem monatlichen Trainingsgeld auch 10% der Renngewinne
der von ihm betreuten Pferde. Fahrer In
Deutschland ist es verbreitet, dass der Trainer "seine" Pferd auch selbst
im Rennen fährt. Es gibt aber auch eine ganze Reihe von Fahrern, die sich
auf das Rennenfahren spezialisiert haben und nicht selbst trainieren. Auch hier
hängt die Entscheidung von vielen Faktoren ab, ob Sie sich für den Trainer
oder einen Catchdriver als Fahrer entscheiden.
In Amateurfahren
wird das Pferd von einem Hobbyfahrer gesteuert, wobei Sie hier
nicht selten auf Halbprofis treffen, die an jedem Renntag im Sulky sitzen und
mehr Fahrten und Siege verzeichnen können als viele "Vollprofis".
Diese Fahrer erhalten kein Entgelt für die Fahrten, auch nicht im Falle eines
Geldgewinns. "Heimtrainer" Einige Besitzer,
besonders Amateurfahrer, bereiten ihre Pferde selbst vor und lassen nur zum Rennen
den Trainer bzw. einen sogenannten Catchdriver hinter das Pferd. Im Bereich des
HVT muss jedoch ein lizenzierter Trainer als verantwortlich zeichnen, damit das
Pferd im Rennen starten kann. Für Anfänger ist dies jedoch praktisch
keine Option. Ohne professionelle Hilfe können unerfahrene Hände bei
den sensiblen Rennpferden großen Schaden anrichten und jedem Erfolg im Wege
stehen. Auch besteht stets die Möglichkeit, Ihr Pferd von Zeit zu Zeit selbst
im Training zu steuern und nicht nur zuzuschauen, während Sie dennoch die
Sicherheit haben, dass ein Experte ein Auge auf das Training Ihres Schützlings
wirft. Besitzertrainer Wenn ein Amateurfahrer 100
Siege erzielt hat, kann er auf Antrag eine Besitzertrainerlizenz erhalten. Dann
darf er für Pferde, die in seinem Alleinbesitz bzw. im alleinigen Familienbesitz
stehen, als Trainer zeichnen. Die Teilnahme an Amateurfahren ist dann nicht mehr
möglich. |