Wie in jedem Sport spielt
Doping auch im Trabrennsport eine Rolle. Um Wettbewerbsverzerrung zu vermeiden,
werden regelmäßig Kontrollen durchgeführt. Wir möchten am
Trabrennsport interessierte Personen auch über dieses sensible Thema aufklären
und informieren. Routinemäßige Kontrollen an jedem Renntag
An jedem Renntag werden Dopingproben durchgeführt. Bei zufällig
ausgewählten Pferden wird eine Urin- oder Blutprobe entnommen, diese werden
in einem unabhängigen Labor kontrolliert das Ergebnis dem Hauptverband für
Traberzucht und -Rennen mitgeteilt. Bei positivem Befund haben die Betroffenen
die Möglichkeit, eine B-Probe auswerten zu lassen. Ist auch diese positiv,
so folgen Geldstrafen und Fahrverbote für die verantwortlichen Besitzer und
Trainer. Pre-Race-Proben Im Jahr 2004 entstanden
in Deutschland Initiativen, die sich für eine noch strengere Verfolgung von
Dopingsündern einsetzten. So wurde erstmals in Berlin die "Pre-Race-Probe"
eingeführt, die in der Folge in ganz Deutschland Verbreitung fand. Bei
diesem Dopingtest werden den Pferden vor dem Rennen Proben abgenommen, um auch
Mittel, die nach dem Rennen nicht mehr nachweisbar sind, zu entdecken. Insbesondere
die sogenannten "Milkshakes" wurden damit nachweisbar, bei denen den
Pferden kurz vor dem Rennen Natriumbicarbonat verabreicht wurde, was einer Übersäuerung
der Muskeln im Rennen vorbeugt und das Pferd zu höheren Leistungen befähigt. Vorsicht
bei Medikamenten, Salben und Cremes Um nicht versehentlich einen
Dopingfall im Stall zu haben, ist große Vorsicht bei der Benutzung von Medikamenten,
Cremes und Salben gefordert. Teilweise sind Stoffe noch bis zu mehreren Monaten
im Körper nachweisbar und obwohl die Wirkung längst nicht mehr besteht,
gilt das Pferd als "gedopt". Auch durch Futter, was ein unbehandeltes
Pferd im Trog eines behandelten Stallgenossen findet, kann zu einem positiven
Befund führen. Die Unterscheidung zwischen gezieltem Doping und einem
positivem Befund aufgrund von nachlässigem Umgang mit Medikamenten ist schwierig
bis unmöglich - um Strafen kommen auch Letztere nicht herum. Daher ist Vorsicht
und gewissenhafter Umgang mit Medikamenten im Umfeld von Trabrennpferden unerlässlich.
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